Die Oststeirische Römerweinstraße

Die Oststeirische Römerweinstraße ist die längste zusammenhängende Weinstraße Österreichs mit vielen Attraktionen und kulinarischen Höhepunkten.

Die Oststeirische Römerweinstraße
Die Oststeirische Römerweinstraße
Weingenuss
Weingenuss
Im Weingarten
Im Weingarten
Spuren der Römerzeit
Spuren der Römerzeit

Von Gleisdorf auf den Hollerberg

Gleisdorf bildet den Ausgangspunkt der Oststeirischen Römerweinstraße im Herzen der Oststeiermark. An derselben Stelle befand sich schon in den ersten Jahrhunderten n. Chr. eine keltoromanische Großsiedlung, wie die im örtlichen Heimatmuseum ausgestellten Funde aus über 200 Grabstätten (darunter Inschriftsteine, Keramik, Münzen) bezeugen. Beginnend im Zentrum der Stadt führt die Weinstraße auf den Weinberg und Aussichtspunkt der Gleisdorfer: den Hohenberg.
Hügelauf und hügelab geht es über Prebensdorfberg nach Pischelsdorf, einer früheren Römersiedlung. Der Weinkrug, der zum Emblem der Oststeirischen Römerweinstraße wurde, wird dort im örtlichen Heimatmuseum Färberturm ausgestellt.
Den Kulm entlang geht es weiter nach Hollerberg und Siegersdorf bei Herberstein, wo zahlreiche Buschenschenken und Weinhöfe locken. Mit viel Hingabe werden hier beste Weine aus den Sorten Weißburgunder, Welschriesling, Morillon und auch Grauburgunder gekeltert. Feiner Sauvignon oder fruchtige Scheurebe bereichern die Vielfalt und die jungen Weinbauern betreiben auch den Rotweinanbau im klassischen und internationalen Stil mit großem Erfolg.

Die Römer und das heilige Grab
Die Römer und das heilige Grab
Sonnenblume trifft Weingarten
Sonnenblume trifft Weingarten
Winterwunderland
Winterwunderland
Die Oststeirische Römerweinstraße
Die Oststeirische Römerweinstraße

Vom Hoferberg über den Ring nach Buch-St. Magdalena

Von Siegersdorf bei Herberstein zum Hoferberg wurde ein Weinlehrpfad angelegt, der die Geschichte des Weinbaus beleuchtet und Wissenswertes über verschiedene Rebsorten berichtet. Nebenbei passiert man die beiden Kirchen des Heiligen Grabes und die Kreuzigungsgruppe, die einen Besuch lohnen.

Die römischen Spuren des Weinbaus verdichten sich in St. Johann bei Herberstein, wo sich die zweitgrößte römerzeitliche Grabsteinsammlung der Oststeiermark befindet. Zu bewundern gibt es hier auch das prachtvolle Gartenschloss Herberstein aus dem 13. Jahrhundert, welches vom Tierpark Herberstein umgeben ist.

Stubenberg am See als nächster Ort an der Weinstraße wird vom Stubenbergsee und vom Schloss Stubenberg beherrscht. Letzteres wurde - ebenso wie das nahe Schloss Schielleiten - in ein Hotel und Kulturzentrum umgewandelt. Um all diese Sehenswürdigkeiten zu entdecken bietet sich ein Rundwanderweg an.
Ein Besuch des Schnapslehrpfades sorgt für Genüsse der anderen Art und vom Baum bis zum Flaschendesign kann man alles kennen lernen, was einen guten „Selbstgebrannten“ ausmacht.

Jenseits des Rabenwaldmassivs liegt der Naturpark Pöllauer Tal, der seinen Besuchern neben atemberaubender Landschaft auch Einrichtungen wie Grillanlagen, Lehrpfade und Aussichtwarten bietet.
Knorrige Birnbäume prägen hier das Landschaftsbild und auf sogenannten Streuobstwiesen werden noch heute über vierzig alte und seltene Obstsorten bewirtschaftet, darunter die Pöllauer Spezialität „Hirschbirne“.
Die Marktgemeinde Pöllau wird dominiert von zwei ganz besonderen Kirchen: Die Wallfahrtskirche Pöllauberg gilt in ihrer dominanten Lage als einer der bedeutendsten hochgotischen Kirchenbauten des Landes und die Pöllauer Pfarrkirche St. Veit am Markt als „Steirischer Petersdom“.

Auf der Weiterfahrt erwarten in St. Anna und St. Stefan wunderschöne gotische Kirchen den kundigen Besucher. Ein Erlebnis der anderen Art stellt der Besuch der Frauenhöhle dar, einem von Menschen erbauten Gangsystem, das wahrscheinlich als Fluchthöhle angelegt wurde.

Der Ringkogel bei Hartberg verdankt seinen Namen dem Ringwall keltischen Ursprungs. Schon die Römer bepflanzten die Hänge des Aussichtsberges mit der markanten Warte mit Weinstöcken und hinterließen als Beweis für ihre Anwesenheit die Villa Rustica in Löffelbach. Nebenbei erwähnt rühmen sich die Löffelbacher damit, dass der weithin bekannte Schilcher hier das erste Mal angebaut worden sei.
In Hartberg sind im Stadtmuseum die Funde des ganzen Landstriches dokumentiert. Der angrenzende Stadtpark wird von einem römischen Löwen bewacht und markiert den Beginn des Kulturpfades, der durch die gesamte Altstadt führt und auf dem Weg 2000 Jahre Geschichte „begreifbar“ macht.

Gut erhaltene Römergräber förderte der Autobahnbau bei St. Johann in der Haide zu Tage. Eine Grabkammer wurde an der Raststätte rekonstruiert, die Originalfunde sind im Gemeindeamt ausgestellt.

Folgt man der Weinstraße weiter, so steht verborgen im Wald bei Altenberg die Lorettokapelle mit ihrer schwarzen Madonna. Die Straße folgt bis Buch-St. Magdalena am Lemberg dem Höhenrücken, von dem aus der Blick über das Burgenland bis weit ins Ungarische schweifen kann.

Weintrauben
Weintrauben
Die Oststeirische Römerweinstraße
Die Oststeirische Römerweinstraße
Weinstraße zum Himmel
Weinstraße zum Himmel

Von Buch-St. Magdalena nach Bad Waltersdorf

Der dritte und letzte Abschnitt der Oststeirischen Römerweinstraße beginnt auf dem Höhenrücken, auf dem schon vor zweitausend Jahren römische Straßenanlagen verliefen. Auch die Siedlungen entlang der Strecke können vielhundertjährige Geschichte aufweisen.

Von Sebersdorfberg aus hat man einen ersten Blick auf Sebersdorf, wo ein zum Atelier umgebautes altes Holzfeuerwehrhaus zum Besuch lädt.
Den Nachbarort Neustift beherrscht die mittelalterliche Wehrburg Obermayerhofen. Sie ist heute nobler Herrensitz der gräflichen Familie Kottulinsky und wird als Romantik- und Hochzeitshotel mit einzigartigem Ambiente geführt.
Vor der Auffahrt zum Berner steht links als Relikt der einstigen Großanlage des Schlosses Untermayerhofen ein Meierhoftrakt. Das hier angebrachte Wappen zeigt mit der Jahreszahl 1581 die Fertigstellung des Schlosses an. Von der Bergkuppe grüßt im fernöstlichen Stil das Bernerhaus, eine aus dem vorigen Jahrhundert stammende Aussichtswarte.

Der Kurbezirk von Bad Waltersdorf beginnt mit dem Wagerbergberg und dem Sonntagsberg, an deren Südhängen sich Thermenhotels sonnen und deren Weinberge schon in mittelalterlichen Urkunden genannt werden. Die Wein- und nun auch Thermenstraße führt vorbei an den Bade- und Therapieanlagen der Heiltherme Bad Waltersdorf, der H2O Erlebnistherme und der von Friedrich Hundertwasser entworfernen Therme Bad Blumau und benützt die Trasse einer früheren Römerstraße.
Entlang des Weges zu bestaunen sind auch die schon 1170 als Urpfarre genannte Kirche zur heiligen Margaretha, die bedeutendste Römersteinsammlung der Oststeiermark sowie ein Freilichtmuseum. Für Naturliebhaber lohnt ein Abstecher nach Großhart, wo um den Naturteich ein Vogelschutzgebiet geschaffen wurde. Seit 2006 symbolisiert der Kneipp-Bewegungsturm am Ortsanfang von Auffen-Großhart die Achtung vor der Natur.

Die Oststeirische Römerweinstraße endet in der Wellnessoase Bad Waltersdorf, einem einstiegen römischen Siedlungszentrum und Verkehrsknotenpunkt. Im Römerzeitlichen Museum nahe der Pfarrkirche werden Werke der Grabmalkunst aus dem 1. und 2. Jahrhundert n. Chr. ausgestellt.

Hier findet die Reise entlang der Oststeirischen Römerweinstraße ein Ende, aber wir sind sicher, dass Sie beim nächsten Besuch erneut über Bekanntes staunen und Neues entdecken werden. Auf ein baldiges Wiedersehen!

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